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Donnerstag, 20. Dezember 2018

Einen Spiderman oder eine Wonderwoman suchte man am Mittwochabend vergebens in der Mehrzweckhalle in Egolzwil, als die Gemeinde anlässlich des internationalen Tages der Freiwilligenarbeit die Freiwilligen vom Santenberg zu einem unterhaltsamen Abend einlud. Helden in Kostümen braucht es auch nicht, denn es sind die Menschen, die durch ihre unbezahlbaren Taten und mit viel Herz zu wahren Helden des Alltags werden und sich privat oder in Vereinen für das Wohl der Gemeinschaft engagieren.

Rund 150 Bürger folgten der Einladung des Gemeinderates. Sozialvorsteherin und Kulturbeauftragte Annelies Schmid-Schärli begrüsste die Gäste und stellte das Brändi-Chörli vor, welches im Rahmenprogramm für musikalische Unterhaltung sorgte. Mit grosser Freude und Leidenschaft trug das Chörli seine Lieder vor und wurde mit tosendem Applaus gewürdigt. Der Möösli- Kochclub verpflegte zwischen den Auftritten die geladenen Gäste mit feinen Pastavariationen.

Bevor Schmid-Schärli die Gastrednerin ankündigte, bedankte sie sich im Namen des Gemeinderates bei ihren Mitbürgern, die nicht mit übermenschlichen Fähigkeiten, sondern durch ihre Menschlichkeit beeindruckten. Die Liste der Aktivitäten, die ehrenamtlich geleistet werden, war lang: das Organisieren von kulturellen Anlässen, Besuche in Pflegeheimen, Engagement im Elternrat, der Einsatz für die Natur, Lagerleitungen, Begleitung im Asylwesen, um einige wenige zu nennen. "Eure freiwilligen Taten sind nicht mit Geld aufzuwerten - darum ein aufrichtiges Dankeschön", sagte Schmid-Schärli.

Diesen Ansatz nahm ebenfalls die Gastrednerin in ihrer Rede auf. Nationalrätin Ida Glanzmann-Hunkeler reiste ein diesem feierlichen Tag direkt von den Bundesratswahlen in Bern nach Egolzwil. Die Einladung habe sie sehr gerne angenommen, sagte sie. Schätzungen zufolge werde in der Schweiz jährlich für 35 Milliarden Franken unentgeltliche Arbeit geleistet. Dieser Einsatz sei nicht hoch genug zu werten. Doch die Bereitschaft, sich für das Gemeinwohl einzusetzen, sei heute gerade in Städten immer schwieriger zu finden, da sich das Leben dort zunehmend anonymisiere.

Als Überraschungsgast schritt der Samichlaus mit einem dicken Buch unter dem Arm plötzlich durch die Reihen der Gäste. Er wusste genau Bescheid über die gemeinnützigen Dienste einzelner Personen und rief sie zu sich nach vorne. An diesem Abend wurden von ihm nur Lobeshymnen verteilt, auch wenn die aufgerufenen Freiwilligen beinahe bescheiden vor ihn traten. Hier zeigte sich, dass wahre Helden nicht in schrillen Kostümen und mit Spezialeffekten auftreten müssen, denn Heldentaten kommen von Herzen - dafür braucht es keine Superkräfte.

 
TYPO3 Agentur