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Mittwoch, 30. Januar 2019

Vorsorgeauftrag
Wollen Sie selber entscheiden, wer an Ihrer Stelle Ihre Angelegenheiten regelt, wenn Sie es nicht mehr können: Dann sind Sie mit einem Vorsorgeauftrag gut bedient!

Unverhofft können Sie infolge eines Unfalles, wegen plötzlicher schwerer Erkrankung oder Altersschwäche urteilsunfähig werden und dadurch auf die Hilfe Dritter angewiesen sein. Es stellt sich dann die Frage, wer an Ihrer Stelle entscheidet und Ihre Angelegenheiten erledigt. Wollen Sie darüber als handlungsfähige Person selber bestimmen, können Sie mittels eines Vorsorgeauftrags Ihren Willen festhalten und eine oder mehrere nahestehende natürliche Person(en) oder eine juristische Person beauftragen, Ihre Angelegenheiten für den Fall Ihrer Urteilsunfähigkeit zu regeln. Haben Sie einen rechtsgültigen Vorsorgeauftrag verfasst, kann regelmässig von Massnahmen der KESB, wie zum Beispiel der Errichtung einer Beistandschaft, abgesehen werden.

Damit ein Vorsorgeauftrag formell rechtsgültig ist, muss er entweder eigenhändig geschrieben, datiert und unterzeichnet werden oder öffentlich beurkundet sein. Inhaltlich sind die Aufgaben, welche die ernannte(n) Person( en) zu erledigen hat bzw. haben, klar zu umschreiben. Dabei kann der Auftrag die Vertretung in der Personensorge, der Vermögenssorge oder im Rechtsverkehr umfassen. Es können zudem Weisungen für die Umsetzung der erteilten Aufträge festgelegt werden. Sind die zu regelnden Inhalte komplex erscheint es überlegenswert, für die Errichtung des Vorsorgeauftrags eine Rechtsberatung beizuziehen oder sich beispielsweise von der Pro Senectute (für ältere Menschen) beraten zu lassen. Soll ein einmal errichteter Vorsorgeauftrag abgeändert werden, kann dies jederzeit in einer der Formen erfolgen, die für die Errichtung vorgegeben sind. Daneben kann aber auch einfach die Urkunde vernichtet werden.

Um sicher zu stellen, dass Ihr Vorsorgeauftrag bei Eintritt des Vorsorgefalles tatsächlich zum Tragen kommt, kann dessen Errichtung und Hinterlegungsort beim Zivilstandsamt in einer zentralen Datenbank registriert werden. Eine Hinterlegung des Vorsorgeauftrags ist nach Registrierung beim Zivilstandsamt bei einzelnen Gemeindeverwaltungen möglich. Sobald die KESB erfährt, dass Sie urteilsunfähig geworden sind und zur Regelung Ihrer Angelegenheiten der Unterstützung bedürfen, erkundigt sie sich beim Zivilstandsamt, wenn ihr nicht bekannt ist, ob ein Vorsorgeauftrag besteht. Liegt ein solcher vor, prüft sie unter anderem, ob dieser gültig errichtet worden ist, ob die Voraussetzungen für seine Wirksamkeit, wie beispielsweise Ihre Urteilsunfähigkeit, eingetreten sind, und ob die beauftragte( n) Person(en) geeignet und bereit ist bzw. sind, den Auftrag zu übernehmen. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, stellt sie die Wirksamkeit und Annahme des Vorsorgeauftrages fest, das bedeutet, die KESB validiert den Vorsorgeauftrag.

Da der Gesetzgeber vorgesehen hat, dass nach der Validierung in der Regel keine Überprüfung der Tätigkeit der vorsorgebeauftragten Person(en) durch die KESB erfolgt, kann eine vorsorgebeauftragte Person in ihrem Aufgabenbereich grundsätzlich frei agieren. Es ist Ihnen daher zu raten, nur eine Person als Beauftragte einzusetzen, welcher Sie einerseits vertrauen und andererseits zutrauen, die übertragenen Angelegenheiten in Ihrem wohlverstandenen Interesse zu erledigen.

Damit Sie sich ausführlicher informieren und Ihre eigene Vorsorge planen können, bietet die KESB Willisau-Wiggertal zu diesem Thema im 2019 mehrere Vorträge an. Die jeweiligen Daten und Orte werden u.a. auf unserer Homepage und im Willisauer Boten veröffentlicht.

 
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