Schnellzugriff

Notfälle

Ärzte Notruf
Luzern

041 205 23 55
Polizei 117
Feuerwehr 118
Sanität 144
Rega 1414
Toxzentrum  

Kontakt

Gemeindeverwaltung Egolzwil
Dorfchärn
6243 Egolzwil

Telefon: 041 984 00 10
Telefax: 041 984 00 11

 Gemeindeverwaltung

News

Dienstag, 02. April 2019

Seit die Menschheit begann, Weltteile zu entdecken, erobern und Handelsrouten aufzubauen, fanden zunehmend Tiere und Pflanzen den Weg in für sie bis anhin unbesiedelte Gebiete. Mit Zunahme des globalen Handels stieg die Zahl der gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten auch in der Schweiz weiter an. So überrascht es wenig, dass davon zahlreiche Arten - wenn auch meist ungewollt - sich aus ihrer Gefangenschaftshaltung oder aus Parkanlagen, Gärten und Äckern in die "freie Wildbahn" ausbreiten konnten. Einige davon haben sich in der Zwischenzeit zu invasiven Problempflanzen- und Tieren entwickelt.

Zahlreiche heute für uns wichtige Pflanzen stammen ursprünglich von anderen Kontinenten. Beispielsweise Kartoffeln, Kastanien, Reben, oder auch kultivierte Apfelsorten. Eine Vielzahl solcher Pflanzen bereichert heute unser Leben und begeistert uns mit ihren Blüten, Früchten oder Knollen. Von dieser Vielfalt an eingeführten Pflanzen sind einige wenige Arten, welche sich invasiv verbreiten. Diese können unter Umständen ganze Ökosysteme verändern, heimische Arten verdrängen und die Artenvielfalt reduzieren. Sie können aber auch grosse Schäden in der Forst- und Landwirtschaft verursachen.

Situation Egolzwil
Auch im Gemeindegebiet Egolzwil (und darüber hinaus) breiten sich ohne Gegenmassnahmen invasive Neophyten weiter aus (Definition siehe Kasten). Aktuell sind problematische Vorkommen folgender Arten bekannt: Japanischer Staudenknöterich (Reynoutria japonica), Sommerflieder (Buddleja davidii), Kanadische Goldrute (Solidago canadensis), Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum), Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera), Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus), Schmalblättriges Greiskraut (Senecio inaequidens). Mit dem Einjährigen Berufkraut (Erigeron annuus) ist eine weitere invasive Art im Vormarsch.

Auf Antrag der Natur- und Umweltkommission hat der Gemeinderat Anfang 2019 ein Konzept zur Bekämpfung von solchen gebietsfremden Problempflanzen genehmigt. Ein wesentliches Element des Konzepts bildet die Sensibilisierung von Grundeigentümern sowie von besonderen Personengruppen wie Mitarbeitern des Werkdienstes, Jägern und Landwirten. Leiter des Bekämpfungsprojekts ist der Landwirtschaftsbeauftragte der Gemeinde, Dani Odermatt.

Sensibilisierung der Öffentlichkeit
Der vorliegende Beitrag stellt den ersten Teil einer mehrteiligen Informationskampagne dar. Ergänzend zum erwähnten Neophyten-Konzept soll damit auch die breite Öffentlichkeit auf die Problematik aufmerksam gemacht werden. Denn insbesondere auch in Privatgärten und Gewerbegrundstücken gedeihen zahlreiche exotische Pflanzen. Darunter nicht selten auch der eine oder andere invasive Neophyt.

Zusammengefasst werden gebietsfremde, gewollt eingebürgerte oder ungewollt eingeschleppte Arten unter dem Fachbegriff Neobiota. Während man die gebietsfremden Pflanzen als Neophyten bezeichnet, fasst man die nicht heimischen Tiere als Neozoen zusammen. Von invasiv spricht man, wenn sich eingeschleppte Arten unkontrolliert ausbreiten und so in immer mehr Lebens- und Landwirtschafts- und Naturräume eindringen.

 
TYPO3 Agentur