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Mittwoch, 03. Juli 2019

Lorbeerkirsche

Sommerflieder

Die Lorbeerkirsche
Die Lorbeerkirsche stammt ursprünglich aus Südeuropa und Südwestasien und wird bei uns auch heute noch häufig als immergrüner Zier- und Heckenstrauch in Parks, Siedlungs- und Privatgärten kultiviert. Sie erreicht Wuchshöhen von bis zu sieben Metern. Die 8 bis 15 Zentimeter langen Laubblätter ähneln in ihrer Form dem Echten Lorbeer (Laurus nobilis), worauf die eigentlich inkorrekte Bezeichnung als Kirschlorbeer zurückgeht. Die weissen Blütenstände blühen von April bis Juni. Die kugeligen, zu Beginn grünen Früchte wechseln ihre Farbe mit zunehmender Reife über rot zu schwarz. Neben der Nutzung als Zierpflanze hat die Lorbeerkirsche auch eine Funktion in der Restaurierung und Präparation erlangt. Der hohe Blausäureanteil der Blätter erlaubt das Geschmeidigmachen von organischen Materialien zum Beispiel von Stoffen aus Ausgrabungen oder bei der Präparation von Insekten.

Problematik und Status
Was Wenigen bekannt ist: Bis auf das Fruchtfleisch ihrer Beeren ist die Lorbeerkirsche wegen ihrer blausäurehaltigen Glycoside giftig. Darüber hinaus wird sie sich mit zunehmend milderem Klima unkontrolliert und invasiv ausbreiten. Durch ihr dichtes Blattwerk behindert sie in unseren Wäldern die Naturverjüngung und verdrängt den Unterwuchs. Trotz diesen Erkenntnissen ist der Verkauf der Lorbeerkirsche in der Schweiz nicht verboten. Ökonomisch scheint sie mit ihren über 20 verschiedenen Sorten noch zu wichtig zu sein, als dass sie aus dem Angebot verschwindet. Sie wird aber auf der schwarzen Liste der invasiven Exoten geführt und sollte deshalb nicht neu angepflanzt und verbreitet werden.

Umgang
Auf Neuanpflanzungen sollte konsequent verzichtet werden. Jungpflanzen ausreissen respektive Pflanze mit Wurzelstock ausgraben und im Kehricht entsorgen. Ausgewachsene Pflanzen ringeln.

Einheimische Alternativpflanze
In Gärten und Parks empfiehlt sich als einheimische Alternative zur Lorbeerkirsche die Hagebuche (Carpinus betulus), der Gewöhnliche Liguster (Ligustrum vulgare) oder die Eibe (Taxus baccata).

 

Der Sommerflieder
Der Sommerflieder ist ein verholzender Strauch und kann über 3 Meter gross werden. Die verzweigten Triebe enden in einer vielblütigen Rispe. Er blüht bei uns in den Monaten Juli und August und bildet pro Strauch bis zu 3 Mio (!) Samen. Im Winter frieren seine Äste oft stark zurück. Das beeinträchtigt den Strauch aber kaum, da sein Strunk die Kälte in der Regel gut übersteht und im Frühling wieder neu austreibt. Ursprünglich stammt er aus China und dem Tibet. Er wird seit Ende der 1920er Jahre in Europa als Zierpflanze kultiviert und auch heute noch häufig verkauft und angepflanzt. Die Blüten des Sommerflieders produzieren reichlich Nektar, weshalb er von Schmetterlingen, verschiedenen Bienenarten und anderen Insekten gerne besucht wird. Er wird deshalb auch Schmetterlingsstrauch genannt.

Problematik und Status
In der Schweiz ist der Verkauf des Sommerflieders zwar nicht verboten, trotzdem wird er auf der schwarzen Liste der invasiven Exoten geführt und soll deshalb nicht neu angepflanzt und verbreitet werden. Aufgrund der attraktiven Nektarquelle seiner Blüten für Schmetterlinge, geniesst er aber immer noch grosse Beliebtheit in der Bevölkerung. Jedoch ist diese (Schein-)Attraktivität nicht unproblematisch. Er spendet den erwachsenen Schmetterlingen zwar Nektar und verleitet die Falter ihre Eier auf ihm abzulegen. Doch ist er für deren Schmetterlingsraupen keine Futterpflanze. Wer Schmetterlinge fördern will, schafft dies also nur mit heimischen Pflanzen. Der Sommerflieder verbreitet sich hauptsächlich durch den Wind, der die leichten Samen weit mit sich trägt. Zur Keimung brauchen die Samen offene Stellen. Somit verwildert der Sommerflieder hauptsächlich auf Schuttplätzen, entlang von Schienen und Strassen und im Schotter von Flüssen und Bächen, aber auch in Waldschlagflächen. Dies mit der bereits von andern invasiven Exoten bekannten Konsequenz der Verdrängung einheimischer Kraut- und Strauchpflanzen.

Umgang
Neuanpflanzung und Verschleppung sind zu vermeiden. Blütenbestände sollten vor dem Versamen abgeschnitten werden, um so die Verbreitung der Samen zu verhindern. Die ganze Pflanze, inkl. der Samen und des Wurzelstockes sollen nicht kompostiert oder bei der Grüngutsammelstelle deponiert, sondern im Kehricht entsorgt werden.

Einheimische Alternativpflanze
Eine einheimische Alternative zum Sommerflieder ist der Schwarze Holunder (Sambucus nigra). Er liefert den Schmetterlingen und Bienen über seine Blütendolden nicht nur Nektar, sondern dient zahlreichen Falterraupen als Futterpflanze und stellt den Vögeln mit seinen Beeren wertvolle Nahrung zur Verfügung. Überdies können seine Blüten zu feinem Sirup und die Beeren zu ausgezeichneter Konfitüre verarbeitet werden.

 
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