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Donnerstag, 09. Januar 2020

1. Peter Roos hielt die bewegende Neujahrsansprache

2. Stephan Felder wurde mit dem Goldenen Stern von Egolzwil geehrt

Der Gemeinderat und die Ortsparteien von Egolzwil luden am Sonntagabend, 5. Januar zum Neujahrsapéro im Gemeindezentrum ein. Annelies Schmid-Schärli, Organisatorin des Anlasses, begrüsste die Bürger mit dem Zitat von Jo M. Wysser: "Der Stern des Glücks zeigt sich dort, wo wir uns einsetzen für das, was zählt, für gemeinschaftliches Leben". Eine beeindruckende Neujahrsansprache, Ehrungen und ein musikalisches Rahmenprogramm gestalteten den Anlass. Den Höhepunkt bildete die Verleihung des 12. Goldenen Sterns, der einen Bürger für sein Engagement 2019 auszeichnet. Wer den Preis gewinnen würde, blieb bis zum Schluss ein spannendes Geheimnis.

Dem Schicksal trotzen

Die Neujahrsansprache im vollbesetzten Saal hielt Peter Roos. Er erzählte in klaren Worten über sein Leben und sein Schicksal, Worte die berührten, einem nachdenklich stimmten aber auch viel Kraft und Hoffnung gaben. Vor elf Jahren brach sich Roos bei einem Badeunfall in den USA den Halswirbel. Eine schwierige Zeit lag vor ihm. Er musste wieder lernen zu atmen, zu essen, zu reden und seine Arme zu benutzen. Als Tetraplegiker kämpfte sich Roos in sein Leben zurück, freundete sich mit seinem Schicksal an und fand neue Lebensenergie im Rollstuhlrugby. Als erfolgreicher Nationalspieler reiste er für Turniere um die ganze Welt. Der Sport gab ihm Kraft und Selbstvertrauen. Heute ist er verheiratet und wohnt seit Juni mit seiner Frau und seinen Kindern in Egolzwil. Mit einem tosenden Applaus hiess ihn die Bevölkerung herzlich willkommen.

Ehre, wem Ehre gebührt

Die Sozialvorsteherin und Kulturbeauftragte Annelies Schmid-Schärli nahm die Ehrungen vor. Sie gratulierte dem Jodlerklub Santenberg, der Alphorngruppe Santenberg und dem Fahnenschwinger Ueli Staub für ihre Leistungen und dankte ihnen für das Bewahren unseres Brauchtums. Auch der Turnverein Santenberg erzielte beachtliche Erfolge. Auf hervorragende Resultate dürfen die Mitglieder des Schützenvereins Santenberg stolz sein. Der Männerchor Egolzwil-Wauwil erhielt sehr gute Bewertungen. Schmid-Schärli lobte die Leistungen der Brass Band Musikgesellschaft Egolzwil und die Höchstleistungen einzelner Bläser. Zur Einzelehrung wurde der erfolgreiche Kegelmeister Marcel Rölli auf die Bühne geholt. Zwei Vereine feierten 2019 ein Jubiläum und Schmid-Schärli lobte ausdrücklich ihren gemeinnützigen Einsatz. Vor vierzig Jahren wurde der Blauring Egolzwil-Wauwil gegründet. Es ist von unschätzbarem Wert, wie die Leiterinnen mit ihrem Angebot den Kindern eine Verschnaufpause abseits der alltäglichen Hektik bieten. 1919 war das Gründungsjahr des Müttervereins. Der Frauenverein Egolzwil Wauwil zählt heute über 300 Mitglieder und bietet Raum für Jung und Alt, fördert die Begeisterung für Freiwilligenarbeit, pflegt und lebt die Gemeinschaft und tut Gutes für sich und andere. Zum 100-jährigen Vereinsjubiläum gratulierte Schmid-Schärli herzlich. Die Ehrungen waren in ein musikalisches Rahmenprogramm eingebettet. Die Alphorngruppe, der Jodlerklub, der Männerchor wie auch die Brass Band Musikgesellschaft sorgten für beste Unterhaltung.

Der Höhepunkt des Abends

Gespannt warteten die Egolzwiler auf die Verleihung des 12. Goldenen Sterns. Gemeinderat Willi Geiser hielt die Laudatio. Er lobte die Verdienste einer Person, die im Saal anwesend war, von ihrem Glück aber nichts ahnte. Was konnte Geiser über jemanden erzählen, der vor allem im Hintergrund wirkt? Eine Person, die durch Kreativität überzeugt und Durchhaltewillen zeigt und für die ein Nein nicht existiert. Fachkompetenz, Organisationstalent und Verlässlichkeit zeichnen sie aus. Sie sei ein "Chrampfer", so Geiser, bescheiden und herzensgut. Einen Grossteil ihrer Freizeit spendet sie dem Wohle der Vereine und Menschen am Santenberg. Nebenbei präsidiert die Person die Samichlausgesellschaft Egolzwil-Wauwil und leitet den Kochclub Gourmöösli. Sie sei ein wichtiger Förderer für die Kultur, so Geiser, und 20 Gault Millau Punkte reichten nicht für ihr Wirken. Jetzt wussten die Egolzwiler, wer den Preis entgegennehmen durfte. Geiser rief unter grossem Beifall Stephan Felder auf die Bühne. Der Gemeinderat überreichte Felder den Goldenen Stern 2019 und bedankte sich bei ihm für seinen unermüdlichen Einsatz hinter den Kulissen.

Nach dem offiziellen Teil der Feier wünschte man sich beim Neujahrsapéro fürs 2020 alles Gute, denn wie sagte Peter Roos so schön bei seiner Neujahrsansprache: man sollte stehts das schätzen, was man hat und helfen, wo man kann, die Familie geniessen und glücklich sein und sich nicht über Kleinigkeiten im Alltag aufregen. Treffende Worte, die sich jeder Bürger als gute Neujahrsvorsätze zu Herzen nehmen kann.

 
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