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Weshalb Energieetiketten
Im Grunde genügt ein einziger Blick, um den Energieverbrauch eines Haushaltgerätes oder einer Lampe zu beurteilen. Auf der aufgeklebten Energieetikette finden Sie eine Skala mit den Energieeffizienzklassen von A bis G. A (grün) ist die beste und G (rot) die schlechteste Klasse. In der Schweiz müssen ausgestellte Haushalt-Geräte mit einer Energieetikette versehen werden. Auf dieser Etikette gibt es noch weitere Informatio-nen, wie zum Beispiel der genaue Energieverbrauch in Kilowattstunden. Bei Kühlschränken ist der Nutzinhalt deklariert und bei Waschmaschinen und Geschirrspülern ist die Waschwirkung klassiert. Ab 2012 gelten für Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen und Geschirrspüler neue Energieetiketten.
Was ist auf der neuen Energieetikette anders?
Je nach Produktgruppe werden drei neue Energieeffizienzklassen A+, A++ und A+++ ausgewiesen. Ausser-dem werden statt Texte leicht verständliche Piktogramme verwendet. Dazu kommen weitere Aspekte wie zum Beispiel das Geräusch, falls dieses bei einem Produkt ein wichtiges Merkmal ist. Die Angaben auf den Etiketten basieren auf Messungen unter Laborbedingungen. Das ist notwendig, um die Werte verschiedener Geräte miteinander vergleichen zu können. Die Messverfahren sind europaweit harmonisiert und in den EN-Normen beschrieben.
Die Informationen auf der Energieetikette sind Ergebnisse der Normprüfung über 24 Stunden. Die Umge-bungstemperatur und die Nutzung wirken sich ebenfalls auf den Energieverbrauch aus. Ab 2012 werden die Kühl- und Gefriergeräte in Energieeffizienzklassen zwischen A+++ und D eingeteilt.
Der sogenannte Energieeffizienzindex ist die entscheidende Grösse für die Einteilung in eine Energieeffizienzklasse. Ihm liegt eine relativ komplexe Berechnungsmethode zugrunde. Der Index berücksichtigt verschiedene Werte, wie etwa den Energieverbrauch, das Nutzvolumen aller Kühl- und Tiefkühlfächer und deren tiefste Temperatur, sowie einige Korrekturfaktoren. Auf freiwilliger Basis kann auch die Geräuschentwicklung angegeben sein.
Seit dem 1. Januar 2011 dürfen in der Schweiz nur noch Kühl- und Gefriergeräte verkauft werden, die mindestens in der Effizienzklasse A+ sind. Im Vergleich zur Mindestanforderung A+ in der Schweiz verbraucht ein Kühl- oder Gefriergerät der Klasse A++ rund 30 Prozent und eines der Klasse A+++ rund 50 Prozent weniger Energie. Die prozentualen Angaben können als Vergleich verwendet werden. Der absolute Stromverbrauch variiert und hängt von der Gerätegrösse und weiteren gerätespezifischen Kriterien ab.
Kühl- und Gefriergeräte sind 24 Stunden an allen Tagen des Jahres in Betrieb, weshalb ihr Stromverbrauch besonders ins Gewicht fällt. In der Schweiz sind 8.7 Millionen Kühl- und Gefriergeräte im Einsatz, welche zusammen rund 2.5 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom verbrauchen. Würden alle diese durch Geräte der obersten Klasse A+++ ersetzt, könnten in diesem Bereich Einsparungen von ca. 1.3 Milliarden kWh beziehungsweise Einsparungen von über 50 Prozent erzielt werden.
Wie solche Energieetiketten aussehen, können Sie hier entnehmen.

