Teilungsamt

Dorfchärn
6243 Egolzwil

Telefon: 041 984 00 10
Fax: 041 984 00 11
Kontakt: David Schmid
 E-Mail

Schalteröffnungszeiten

Montag 08.00-12.00 Uhr    
Dienstag - Freitag 08.00-12.00 Uhr / 13.30-16.00 Uhr


Aufgaben:
Das Teilungsamt erledigt im Auftrag des Bundes, des Kantons und der Gemeinde sämtliche Aufgaben, die der Gesetzgeber der Teilungsbehörde zugewiesen hat. Es sind dies insbesondere:

  • Inventarisierung der Erbschaft
  • Eröffnung von Testamenten, Ehe- und Erbverträgen
  • Erbenabklärungen: Ausfertigung des Erbenverzeichnisses
  • Ausstellung der Erbbescheinigung
  • Amtliche Mitwirkung bei Erbteilungen (sofern gesetzlich vorgeschrieben oder von den Erben gewünscht)
  • Behörde für die Erstellung des öffentlichen Inventars
  • Behörde für die Entgegennahme der Ausschlagungserklärung
  • Aufsichtsbehörde über Willensvollstrecker, Erbschaftsverwalter und amtliche Erbenvertreter

Weitere Aufgaben des Teilungsamtes sind:

  • Depotstelle für Testamente, Ehe- und Erbverträge
  • Erbteilungen als Willensvollstrecker oder im Auftrag der Erben
  • Veranlagung und Bezug der Erbschaftssteuern für Kanton und Gemeinde

Das Teilungsamt ist zuständig für die Abwicklung der Erbschaft, sofern der oder die Verstorbene den letzten Wohnsitz in Egolzwil hatte.

 

Abwicklung der Erbschaft

Das Teilungsamt der Gemeinde Egolzwil ist zuständig für die Abwicklung der Erbschaft, sofern der oder die Verstorbene den letzten Wohnsitz in der Gemeinde Egolzwil hatte. Die Angehörigen oder Erben werden zu einer Besprechung auf dem Teilungsamt schriftlich eingeladen.

Folgende Unterlagen sind mitzubringen:

  • Verzeichnis der gesetzlichen Erben (Personalien und genaue Adressen)
  • Allfällige Testamente, Ehe- und Erbverträge
  • Verzeichnis über das Nachlassvermögen mit Saldobestätigungen per Todestag (Vermögenswerte beider Ehegatten)
  • Angaben über Eigengüter
  • Angaben zu Versicherungsleistungen (Lebensversicherungen usw.)
  • Angaben zu verabfolgten Schenkungen oder Vorempfängen

Wer erbt?
Beim Tod einer Person geht ihr Vermögen an die Erben und Erbinnen über. Erbe oder Erbin ist man entweder gemäss der gesetzlichen Erbfolge oder aufgrund eines Testaments oder Erbvertrags (gewillkürte Erbfolge).

Güterrecht
Das Güterrecht regelt die Vermögensverhältnisse zwischen den Ehegatten während der Ehe und bestimmt, wie das Vermögen beim Tod oder bei einer Scheidung aufgeteilt werden soll. Die güterrechtliche Auseinandersetzung geht der erbrechtlichen Teilung der Erbschaft voraus.

Amtliche Mitwirkung
Das Teilungsamt hat amtlich mitzuwirken, wenn eine Erbe es verlangt, wenn Minderjährige, Bevormundete oder Personen mit unbekanntem Aufenthalt erbberechtigt sind und auf Verlangen eines Erbengläubigers.

Eröffnung der letztwilligen Verfügung
Die beim Tod eines Erblassers aufgefundenen letztwilligen Verfügungen sind dem Teilungsamt einzureichen. Die Verfügungen des Erblassers werden durch das Teilungsamt eröffnet.

Erbbescheinigung
Auf Wunsch wird den Erben eine Erbbescheinigung ausgestellt. Die Erbbescheinigung wird erst ausgestellt, wenn die gesetzlichen oder die eingesetzten Erben die Erbschaft angetreten haben und wenn gegen allfällige letztwillige Verfügungen keine Einsprachen erhoben wurden.

Die Erben
Die gesetzliche Erbfolge (Art. 457 ff ZGB)

a. Verwandte:

  • Nachkommen (Kinder, Enkel)
  • Elterlicher Stamm (Eltern, Geschwister, Nichten, Neffen)
  • Grosselterlicher Stamm (Onkel, Tante, Cousine, Cousin)

b. Überlebender Ehegatte und der eingetragene Partner oder die Partnerin:
Der überlebende Ehegatte und eingetragene Partnerinnen oder Partner erhalten,

  • wenn er mit Nachkommen zu teilen hat, die Hälfte der Erbschaft
  • wenn er mit Erben des elterlichen Stammes zu teilen hat, drei Viertel der Erbschaft
  • wenn auch keine Erben des elterlichen Stammes vorhanden sind, die ganze Erbschaft

c. Gemeinwesen:
Hinterlässt der Erblasser keine Erben, so fällt die Erbschaft an den Kanton, in dem der Erblasser den letzten Wohnsitz gehabt hat, oder an die Gemeinde, die von der Gesetzgebung dieses Kantons als berechtigt bezeichnet wird.

Der überlebende Konkubinatspartner hat kein gesetzliches Erbrecht.

 

Gewillkürte Erbfolge (Art. 467 ff ZGB)

Der Erblasser kann in den Schranken der Verfügungsfreiheit über sein Vermögen mit letztwilliger Verfügung oder mit Erbvertrag ganz oder teilweise verfügen. Der Teil, über den er nicht verfügt hat, fällt an die gesetzlichen Erben.

Wer Nachkommen, Eltern oder den Ehegatten als seine nächsten Erben hinterlässt, kann bis zu deren Pflichtteil über sein Vermögen von Todes wegen verfügen.

Der Pflichtteil beträgt (Art. 471 ZGB)

  • für einen Nachkommen drei Viertel des gesetzlichen Erbanspruches
  • für jedes der Eltern die Hälfte des gesetzlichen Erbanspruches
  • für den überlebenden Ehegatten, die eingetragene Partnerin oder den eingetragenen Partner die Hälfte des gesetzlichen Erbanspruches


Die gesetzlichen Erben / Parantelen-Einteilung

Die gesetzliche Erbfolge richtet sich nach dem Verwandtschaftsgrad. Zuerst erben der Ehepartner oder der eingetragene Partner oder die Partnerin und die Nachkommen des Verstorbenen. Nur wenn der Verstorbene keine direkten Nachkommen hinterlässt, kommen die Erben der 2. Die gesetzliche Erbfolge richtet sich nach dem Verwandtschaftsgrad. Zuerst erben der Ehepartner oder der eingetragene Partner oder die Partnerin und die Nachkommen des Verstorbenen. Nur wenn der Verstorbene keine direkten Nachkommen hinterlässt, kommen die Erben der 2. Parantele zum Zug. Grosseltern und andere Verwandte der 3. Parantele erben nur, wenn es weder in der 1. noch in der 2. Parantele überlebende Erben gibt.

 

Erbschaftssteuern

Der Gemeinderat Egolzwil ist die Veranlagungsbehörde für die Erbschaftssteuern (Gemeinde und Kanton).

Wie viel betragen die Erbschaftssteuern:

Für Angestellte, Pflegekinder und Pflegeeltern, Stiefkinder und Stiefeltern sowie Lebenspartner gelten besondere Steuersätze.

Schenkungen und Vorempfänge, welche der Erblasser oder die Erblasserin innerhalb der letzten fünf Jahre vor dem Tod ausgerichtet hat, unterliegen ebenfalls der Erbschaftssteuer.

Auf Ansprüche aus Versicherungen, die in den letzten fünf Jahren vor, mit oder nach dem Tod der Erblasserin oder des Erblassers fällig werden, ist eine Erbschaftssteuer zu entrichten, soweit die Auszahlung nicht der Einkommenssteuer unterliegt.

Ehegatte und
eingetragene Partnerin und Partner
steuerfrei
Nachkommen
(Kinder, Enkel)
1 % zuzüglich Progressionszuschlag, je nach Höhe des Erbteils
Erbteile bis und mit Fr. 100'000.-- sind steuerfrei (Grenzminium; höhere Beträge sind ohne Abzug eines Steuerfreibetrages vollumfänglich steuerbar)
Elterlicher Stamm
(Eltern, Geschwister,
Nichten, Neffen)
6 % zuzüglich Progressionszuschlag, je nach Höhe des Erbteils
Grosselterlicher Stamm
(Onkel, Tante, Cousine, Cousin)
15 % zuzüglich Progressionszuschlag, je nach Höhe des Erbteils
Nicht verwandte Personen 20 % zuzüglich Progressionszuschlag, je nach Höhe des Erbteils

 

Weitere Informationen zum Thema Todesfall (Bestattung) finden Sie unter Friedhofverwaltung.

 
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