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Positiver Rechnungsabschluss

29. April 2021
Die Jahresrechnung 2020 der Gemeinde Egolzwil schliesst mit einem Ertragsüberschuss von CHF 241'168.73 ab. Das Budget 2020 sah noch einen Aufwandüberschuss von CHF 370'050.00 vor.

Die Erfolgsrechnung 2020 schliesst bei einem Aufwand von CHF 10'283'985.94 und einem Ertrag von CHF 10'525'154.67 mit einem Ertragsüberschuss von CHF 241'168.73 ab. Gegenüber dem Budget 2020, welches einen Aufwandüberschuss von CHF 370'050 vorsah, schliesst die Rechnung somit um rund CHF 611'219 besser ab als ursprünglich erwartet.

Dieses erfreuliche Ergebnis ist vor allem auf höhere Steuereinnahmen zurückzuführen. Bei den natürlichen Personen konnte über alle Positionen hinweg ein Mehrertrag von CHF 723'774 erzielt werden. Bei den juristischen Personen betrug der Mehrertrag rund CHF 71'028. Rund CHF 31'000 tiefere Transferleistungen fielen bei der Individuellen Prämienverbilligung an. Weitere Einsparungen konnten auf allen Stufen durch kosten-bewusstes Handeln erzielt werden.

Allerdings mussten auch Mehrkosten in Kauf genommen werden. So wurden die Angebote der Spitex Wauwil-
Egolzwil vermehrt in Anspruch genommen, weshalb die Restfinanzierungskosten der ambulanten Pflege um CHF 23'000 angestiegen sind. Zu Buche schlagen auch die Transferleistungen an den Kanton. Aufgrund der Aufgaben- und Finanzreform 2018 tragen die Gemeinden die Kosten für die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV vollumfänglich. Dadurch sind die Pro-Kopf-Beiträge um CHF 95'070 gestiegen, als sie ursprünglich budgetiert waren.

Mit höheren Kosten musste sich auch der Bereich Bildung befassen. Die markant gestiegenen Schülerzahlen führten zur Eröffnung einer sechsten Abteilung und zu einem Anstieg der Lektionen auf der Primarstufe sowie der Fachlektionen für Kinder mit individuellem Förderbedarf. Gestiegen ist auch die Nachfrage nach der schul- und familienergänzenden Tagesstrukturen auf das Schuljahr 2019/20. Aus diesem Grund wurden die Tagesstrukturen neu organisiert und in der gemeindeeigenen Liegenschaft im Oberdorf zentralisiert.

Einen Mehraufwand verursachten die Personalkosten der Gemeindeverwaltung aufgrund des Wechsels in der Verwaltungsleitung sowie der Schaffung von Stellen in den Aufgabenbereichen Finanzen sowie Bau & Infrastruktur, dies insbesondere auch im Hinblick auf eine Professionalisierung der Verwaltung. Demgegenüber reduzierten sich die Kosten des Gemeinderates mit der Einführung des neuen Führungsmodells.

Investitionsrechnung
Die Investitionsrechnung schliesst mit Bruttoinvestitionen von CHF 2'562'966 ab. Die Gemeinde Egolzwil hat die Mittel insbesondere in die Werterhaltung und Erneuerung der Infrastrukturen getätigt, so in die Panorama-, Allmend- und kleine Moosstrasse. Ein Abschluss fand das Projekt «Kultur im Zentrum» im Umfang von CHF 100'500. Die mediale Installation «EGOLZWILERLEBEN» wird demnächst der Bevölkerung zugänglich gemacht.

Finanzkennzahlen
Die vom Kanton vorgegebenen Richtwerte sind grossmehrheitlich eingehalten. Eine wesentliche Änderung erfährt die Kennzahl «Nettoschuld je Einwohner*in». Im Vorjahr verfügte die Gemeinde noch über ein Guthaben. Das grosse Investitionsvolumen und die anlässlich der Gemeindeversammlung vom 28. August 2020 beschlossene Umbuchung der Ex-Erni-Liegenschaft vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen führten nun dazu, dass sich die Kennzahl zu einer Nettoschuld von CHF 613 je Einwohner*in verändert hat.

Ausblick
Aufgrund der aktuellen Lage mit der Corona-Pandemie kann zurzeit niemand die Auswirkungen dieser Krise abschätzen. Dennoch stellt der Gemeinderat fest, dass
Egolzwil über einen sehr stabilen Finanzhaushalt verfügt. Aufgrund des erwarteten Bevölkerungswachstums und einer damit verbundenen Ertragssteigerung darf der Gemeinderat zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Der Jahresabschluss 2020 wird mit weiteren Traktanden an der Gemeindeversammlung vom 1. Juni 2021 der Stimmbevölkerung zur Beschlussfassung unterbreitet.