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Echte Heimatgefühle am 1. August

30. August 2022
Zur Egolzwiler Bundesfeier trafen sich vormittags beim Zentrum Oberdorf frohgelaunt gegen zwei-hundert Einwohner/innen. Nach der illustrierten Festrede von Stephan Bamborough aus Holland wurde der «Goldene Stern 2021» an die ehema-ligen Hauswarte Rösi und Franz Arnold-Brunner überreicht.

Nach dem Eröffnungsständchen der Alphorngruppe Santenberg begrüsste Gemeindepräsident Pascal Muff und lobte das zahlreiche Erscheinen. Die Kinder konnten beim einheimischen Ballonkünstler Daniel Schneider kreative Tierfiguren geschenkt erhalten und von seiner Frau Jana zierliche Schminkereien auftragen lassen.

Das Hauptinteresse galt schon bald dem Festredner Stephan Bamborough. Von 1991 bis 1998 wohnte er mit seinen Eltern in der Seehalde und ist mit ihnen wieder nach Holland zurückgekehrt. Dort ist er als selbstständiger Personalvermittler für Anwaltskanzleien tätig. Aber seine emotionale Verbundenheit zu Egolzwil blieb ungebrochen.

Festredner Stephan Bamborough

 

Loblied eines Holländer’s
Es seien die Herzlichkeit, Freundschaften, die landschaftliche Schönheit und Kindheitserinnerungen, welche Stefan Bamborough stets beim «Hei cho noch Egolzwil» verbinden. In seiner launigen Ansprache schilderte er, was er an Egolzwil und seiner Bevölkerung so sehr schätze. Verschiedene Gefühle, welche er kaum kurz beschreiben könne. Zur Jugendzeit besuchte er hier die Primarschule, wirkte aktiv in der Jungwacht mit und scherzte schon damals viel mit Nachbarn und Schulkollegen. Als Gegensatz zum jetzigen grossstädtischen Wohnort Leiden in Holland wollte er auch dieses Jahr wieder mit seiner Frau Jocelijn, Tochter Anne und Sohn Pepijn die entspannende Ruhe ferienhalber auf dem B&B Hof Aengelberg geniessen. Hier gebe es spontan mancherlei herzliche Einladungen, um Freundschaften zu pflegen und die Schönheiten des Dorfes und die weite Fernsicht zu erleben. Auch schwärmte er von der Schweiz allgemein und erklärte, dass er per App und auf Bildschirm – vor allem wären seines samstäglichen Badezimmerputzens - Schwyzerdütsch übe etwa bei SRF bi de Lüt, Hüttegeschichten
oder bei der auch kulinarisch inspierenden «Landfraue Chochi». Und falls am ersten August daheim, gebe es auch Schwiizerfähnli und Servelas – echte Mitbringsel aus der Schweiz. Nach Ferienende nähmen sie mit diversen helvetischen Spezialitäten sowieso «immer e chli Schwiiz mit hei», scherzte Stephan Bamborough. «Ja, Egolzwil isch es schöns Plätzli, pfleget’s, gnüssed’s ond händ zo’n enand» meinte er abschliessend viel beklatscht durchs Publikum.

Schweizerpsalm und Goldener Stern 2021
Nach dem gemeinsam mit dem Jodelclub würdig gesungenen Schweizerpsalm trat Schulleiter Roland Rösch ans Mikrofon. Schon nach wenigen Worten lüftete er das Geheimnis: mit dem Goldenen Stern 2021 werden Rösi und Franz Arnold geehrt. (siehe nebenan Kästli zur Laudatio). Die Überraschten waren darob sichtlich perplex. Sie durften die obligate Trophäe von Gemeindepräsident Pascal Muff entgegennehmen – frenetisch applaudiert durch die Festversammelten.

 

Die Mitglieder des Gemeinderats Egolzwil.

Gemeinde spendete feine Pastetli und Kuchen
Das von der Gemeinde gespendete Pastetli wurde sehr ehrenvoll und verdankenswert von den Gemeinderatsmitgliedern geschöpft. Die Getränke gab’s zu Selbstkosten, die Kuchen zum Dessert waren kostenlos. Wie der Jodelclub treffend gesungen hat, «mer wei no chli blybe» frönten sich einige Festbesucher weiter dem frohen Zusammensein.

(Text und Bild: Alois Hodel)

Informationen zur Verleihung des egolzwiler goldenen Sterns finden Sie hier.